Kunst und Mode zeigen bereits nach nur oberflächlicher Betrachtung die ersten Gemeinsamkeiten. Beide sind das Produkt essenzieller Kreativität. Nach näherer Betrachtung fällt jedoch auch, dass es sich bei Kunst und Mode praktisch um dasselbe handelt. Nur das Objekt, das aus den kreativen Prozessen hervorgeht, ist ein anderes. So ist es leicht nachzuvollziehen, dass Revolutionäre des Modedesigns hauptberuflich Künstler waren.
Henry van de Velde, ein Jugendstilkünstler aus Belgien, entwarf zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Kleid für seine Frau Maria, das locker und leicht auf ihrem Körper saß und ohne ein eng geschnürtes Korsett getragen werden konnte. Ähnlich verwoben sind Kunst und Mode im Beispiel von Christian Dior. Dior war Kunsthändler, seine Passion war der Surrealismus und seine Mission wurde es Frauen durch exklusive Damenmode in Gazellen zu verwandeln.
Kunst inspiriert Mode und Mode inspiriert Kunst oder eher, Künstler inspirieren Modedesigner und umgekehrt. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass beide Branchen miteinander kooperieren. Kunst-Kooperationen der Modemarken haben einen positiven Effekt für Künstler, die an Berühmtheit gewinnen und natürlich für die Modeproduzenten selbst, die durch die Kooperationen mehr Einkommen erzielen.
Exclusive Damenmode wird also genauso von Kunst beeinflusst, wie sie diese auch rückwirkend beeinflusst. Außerdem sind es teilweise die Modedesigner, die den Kunstmarkt bestimmen. Sie geben Millionen für diverse Kunstwerke aus und sind Mäzene für solche Künstler, die sie unterstützen möchten. Somit ist exklusive Damen Mode und extravagante Mode im Allgemeinen stark mit der Kunstwelt verwoben. Dabei bietet extravagante Mode seit Jahrhunderten das, was sich viele Damen und auch Herren wünschen, nämlich sich visuell von der Masse abzuheben.
